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  Der Igel löst den Marder ab.
 

Der Marder geht - der Igel kommt-oder doch der Puma.

Nach monatelangen Diskussionen in Politik und Wirtschaft hat der Haushaltsausschuss des Bundestages grünes Licht für die Anschaffung des neuen Schützenpanzers "Igel" gegeben. Der Bau gilt als Schlüsselprojekt für die Modernisierung des Heeres.

Berlin - Nach den Angaben des Verteidigungsministeriums soll der 198-Millionen-Euro-Auftrag zur Entwicklung des "Igel" an die PSM GmbH, eine gemeinsame Tochter der Panzerschmieden Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall Landsysteme, vergeben werden. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sind rund 400 Schützenpanzer in Auftrag gegeben. Dadurch können die ersten Serienfahrzeuge schon im dritten Quartal 2005 an die Bundeswehr ausgeliefert werden.

Der "Igel" als Schlüsselprojekt

Der "Igel" löst den über 30 Jahre alten Schützenpanzer "Marder" ab. Der "Marder" genügt nicht mehr den Ansprüchen bei Friedenseinsätzen im Kosovo oder in Mazedonien. Denn dieser Panzer verfügt nicht über den notwendigen Minenschutz. Deswegen ist laut Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) ein Nachfolgemodell dringend erforderlich. Der Bau des "Igel" gilt als Schlüsselprojekt, zum einen für die Modernisierung des Heeres, aber auch für den Erhalt der Systemfähigkeit der deutschen Rüstungsindustrie im Bereich des Panzerbaus.

Für die Friedenseinsätze der Bundeswehr sollte zunächst das Modell "Panther" gebaut werden. Dessen Entwicklung hätte 286 Millionen Euro gekostet. Der "Panther" wäre außerdem erst ab 2008 verfügbar gewesen. Wegen der hohen Kosten und der langen Entwicklungsphase hatte Strucks Vorgänger Rudolf Scharping (SPD) diesen Auftrag kurz vor seiner Entlassung Mitte Juli gestoppt.

Der neue Panzer "Igel" wird leichter als der "Marder" sein. Dadurch kann er im Airbus A400M transportiert werden. Die neunköpfige Besatzung wird im Innenraum optimal gegen Minen und Panzerabwehrwaffen geschützt. Zentrale Komponenten sollen neu entwickelt werden, darunter eine Wanne in Leichtbaukonstruktion mit entkoppeltem Fahrwerk, was Schwingungen und Stöße auf die Wanne verringert, sowie ein ferngesteuerter, besatzungsloser Turm.
 
Und es wurd der Puma

Schützenpanzer Puma

 

Schützenpanzer PUMA
„Raubkatze“ mit Panzerschutz: Der Puma (Quelle: Bundeswehr/Bienert)

Allgemeines

Der Schützenpanzer Puma ist ein modulares Waffensystem, das künftig weit mehr Aufgaben als der bisherige Schützenpanzer Marder übernehmen kann. Im Puma sind Modularität, Mehrrollenfähigkeit und Flexibilität bei hoher Zuverlässigkeit und Minimierung des logistischen Aufwandes verwirklichte Prinzipien.

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Technisches Datenblatt

Technische Daten
Motorleistung: 800 kW
Gewicht in Schutzstufe A (luftverladbar im A400M): 31,45 t
Gewicht in Schutzstufe C: 41 t
Breite: 3,7 m
Länge in Schutzstufe C: 7,4 m
Höhe: 3,1 m
Höchstgeschwindigkeit: 70 km/h
Besatzung: 9 (6 + 3)
Hauptwaffe: Maschinenkanone 30-2/ABM Kaliber 30 mm
Sekundärwaffe: Maschinengewehr Kaliber 5,56 mm
Der neue Schützenpanzer PUMA ist am 20. Dezember 2005 als Prototyp vorgestellt worden. Insgesamt soll das Heer 410 Schützenpanzer des Typs PUMA bekommen.
Der Schützenpanzer versetzt die Einsatzkräfte der Bundeswehr Dank seiner Luftverladbarkeit, trotz höchstmöglichem Schutz und ausgeprägter Kampfkraft, in die Lage, jederzeit angemessen und flexibel reagieren zu können.

Schnittmodell Schützenpanzer PUMA.
Schnittmodell © PSM Projekt System&Management GmbH
Beweglichkeit

Der Puma ist luftverladbar im A400M und unmittelbar nach der Landung einsatzbereit. Seine spezifische Antriebsleistung (bis zu 25 kW/t) in Verbindung mit dem entkoppelten hydropneumatischen Laufwerk verleiht ihm eine einzigartige taktische Beweglichkeit.


Das ist er also, der neue SPz." PUMA".

Hier schon das Model mit sechs Laufrolle. Ab 2010 bis 2011 sollen 410 SPz. Puma an die Bundeswehr ausgeliefert werden.