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Neuigkeiten
Interview mit Verteidigungsminister Karl von Guttenberg
Von N. BLOME und J. MEYER am 08.11.2009, um 11:50:58 Uhr | | | 1. Interview mit Verteidigungsminister Guttenberg „Ich verstehe jeden, der sagt, in Afghanistan ist Krieg“
03.11.2009 - 13:14 UHR
Von N. BLOME und J. MEYER
Der neue Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat die Zustände in Afghanistan erstmals als „kriegsähnlich“ bezeichnet und sich damit deutlich von seinem Vorgänger Franz Josef Jung abgegrenzt.
Bislang weigerte sich das Verteidigungsministerium unter Verweis auf völkerrechtliche Definitionen, den Einsatz am Hindukusch als Krieg zu bewerten, bezeichnete aber dort getötete Soldaten als Gefallene.
Im Gespräch mit BILD hat Guttenberg jetzt einen Paradigmen-Wechsel eingeleitet!
Das Interview im Wortlaut:
BILD: Herr Minister, ist der Krieg in Afghanistan noch zu gewinnen?
Karl-Theodor zu Guttenberg: Die Taliban terrorisieren ihre eigenen Leute und sie kämpfen brutal und hinterhältig gegen die Internationale Schutztruppe ISAF. Am Ende, davon bin ich überzeugt, dürfen sie nicht gewinnen. Die Afghanen sind stolz und freiheitsbewusst. Sie werden sich dem Terror nicht beugen. Eines Tages werden und müssen sie ihre Sicherheit selbst garantieren können. Dann ist unsere militärische Aufgabe dort beendet. Dieses Ziel gilt es, zu erreichen und noch klarer zu formulieren.
BILD: Werden Sie – wie Ihre Soldaten – „Krieg“ nennen, was sich in Afghanistan abspielt?
Guttenberg: Ich will ganz offen sein: In Teilen Afghanistans gibt es fraglos kriegsähnliche Zustände. Zwar ist das Völkerrecht eindeutig und sagt: Nein, ein Krieg kann nur zwischen Staaten stattfinden. Aber glauben Sie, auch nur ein Soldat hat Verständnis für notwendige juristische, akademische oder semantische Feinsinnigkeiten? Und: Manche herkömmliche Wortwahl passt für die Bedrohung von heute nicht mehr wirklich. Ich selbst verstehe jeden Soldaten, der sagt: „In Afghanistan ist Krieg, egal, ob ich nun von ausländischen Streitkräften oder von Taliban-Terroristen angegriffen, verwundet oder getötet werde.“ Der Einsatz in Afghanistan ist seit Jahren auch ein Kampfeinsatz. Wenigstens in der Empfindung nicht nur unserer Soldaten führen die Taliban einen Krieg gegen die Soldaten der internationalen Gemeinschaft.
BILD: ISAF-Oberbefehlshaber Stanley McChrystal fordert zudem dramatisch mehr Soldaten für Afghanistan. Wie lange wollen Sie sich dem entziehen?
Guttenberg: Deutschland entzieht sich nicht. Wir sind drittstärkster Truppensteller mit über 4300 Soldaten. Wir bilden Soldaten und Polizisten aus und helfen, wo wir können.
BILD: Die Truppe braucht dringend Hubschrauber. Haben Sie vor, diesen Mangel abzustellen?
Guttenberg: Hubschrauber sind in Afghanistan unverzichtbar und ISAF braucht mehr davon. Hier liegt in der Tat ein Engpass. Alle Nationen haben damit ihre Probleme. Deswegen sind unsere dort eingesetzten Transporthubschrauber CH 53 so wichtig. Ab nächstem Jahr werden weitere modernisierte CH 53 folgen.
BILD: Über die Wehrpflichtverkürzung wird allseits gespottet. „Schütze Praktikant“ – kann das gut gehen? Oder ist es das schleichende Ende der Wehrpflicht?
Guttenberg: Auch die kürzere Wehrpflicht ab 2011 wird sinnvoll und nutzbringend bleiben.
BILD: Wie kann man von einer Bürgerarmee sprechen, wenn weniger als 20 Prozent eines Jahrgangs am Ende wirklich Grundwehrdienst leisten?
Guttenberg: Eine kürzere Wehrpflicht soll auch gerade zu mehr Wehrgerechtigkeit führen. Dies zu bewerkstelligen ist unsere Aufgabe in den nächsten Monaten.
BILD: Seit Jahren lässt sich das Verteidigungsministerium von Airbus auf der Nase herumtanzen. Werden Sie den Druck erhöhen und gegebenenfalls aus dem Projekt Militär-Airbus A 400 M aussteigen?
Guttenberg: Wir sind der Industrie bereits weit entgegengekommen, beispielsweise beim Zeitplan. Ich erwarte jetzt, dass die Industrie uns bald ein brauchbares Produkt auf den Hof stellt. Seien Sie sicher: Wir werden kein Flugzeug kaufen, das wir nicht in den Einsätzen verwenden können.
BILD: Welchen Dienstgrad haben Sie in der Bundeswehr?
Guttenberg: Stabsunteroffizier der Reserve
Quelle. Bild.de
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Unsere Soldaten sind im Krieg.
Quelle: Bild.de. am 08.11.2009, um 11:22:40 Uhr | | | „UNSERE SOLDATEN SIND IM KRIEG"
Dramatischer Hilfe-Ruf an Kanzlerin Merkel: Afghanistan-Einsatz muss Chefsache werden!
11.09.2009 - 13:29 UHR
Hilferuf der Bundeswehr: Die Soldaten fühlen sich in der Diskussion um den Luftangriff in Nord-Afghanistan allein gelassen und verlangen ein Machtwort von Bundeskanzlerin Merkel.
„Die Verantwortung gehört ins Kanzleramt", sagte der Chef des Deutsche Bundeswehrverbandes, Oberstleutnant Ulrich Kirsch (58), am Freitag in Berlin. Merkel solle „nicht nur artikulieren, sondern auch handeln.“
Kirsch rief die Politiker dazu auf, den Bürgern endlich die Wahrheit zu sagen: „Die Soldaten in Kunduz sind nicht mehr auf einer Friedensmission, sondern im Krieg“.
„Unsere Soldaten stehen dort täglich im Gefecht, unsere Soldaten fallen, unsere Soldaten müssen töten.“
Im Hinblick auf die Kritik an Bundeswehr-Oberst Georg Klein verbat sich der Chef des Bundeswehrverbandes jede Form der Vorverurteilung:
„Wer hier im friedlichen Deutschland will sich anmaßen, diese Entscheidung zu bewerten, ohne die Ermittlungsergebnisse abzuwarten“, mahnte Kirsch.
Er forderte im Namen der gut 200.000 in seinem Verband organisierten Soldaten, endlich auch juristisch zu reagieren und eine eigene für Auslandseinsätze zuständige Staatsanwaltschaft möglichst in Potsdam zu schaffen.
Es sollte endlich anerkannt werden, dass es einen Unterschied gebe „zwischen einem Checkpoint in Kunduz oder einer Verkehrskontrolle am Stadtrand von Bielefeld".
Auch für den Oberstleutnant Kirsch stellt sich eine Woche nach dem dramatischen Vorfall immer noch die Frage: Wer gab wirklich den Bomben-Befehl? Und: Wer wusste noch davon?
Rückblick: Klein (seit 1980 bei der Bundeswehr) gab in den frühen Morgenstunden (um 1.39 Uhr) des 4. September den Befehl, 500-Pfund-Bomben auf zwei von den Taliban entführte Tanklaster zu werfen. Zwei amerikanische F 15-Jets zerstörten die Ziele und töteten nach einem ersten Nato-Bericht mindestens 70 bis 80 Menschen. Die meisten wohl Taliban-Kämpfer, aber auch eine unbekannte Anzahl Zivilisten.
Die letzten Wochen und Monate in Afghanistan hätten zudem gezeigt, dass von einem Wiederaufbaueinsatz keine Rede mehr sein könne. Nach Ansicht von Bundeswehrverbandschef Kirsch befindet sich Deutschland am Hindukusch nicht mehr auf einer Friedensmission, deshalb müsse die Politik endlich den Mut beweisen, von einem Kriegseinsatz zu sprechen.
Während seit dem Luftschlag zwischen den Parteien kurz vor der Bundestagswahl ein heftiger Streit um den gesamten Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr entbrannt ist, ist der Rückhalt aus der Bevölkerung für die deutsche Truppe trotz des umstrittenen Nato-Luftangriffs am Hindukusch gewachsen.
Laut dem jüngsten „ARD-Deutschlandtrend Extra“ gaben 37 Prozent der Befragten an, dass die deutschen Soldaten weiterhin in Afghanistan stationiert bleiben sollen. Das sind zehn Prozentpunkte mehr als im Juli.
Demnach sprechen sich 57 Prozent für einen möglichst schnellen Rückzug aus. Im Juli befürworteten noch 69 Prozent einen raschen Abzug der deutschen Soldaten aus Afghanistan.
Deshalb forderte der Chef des Bundeswehrverbandes, Oberstleutnant Kirsch, jetzt ein „spürbares Signal des Vertrauens“ auch aus der Politik.
Doch das ist so kurz vor der Wahl am 27. September und der irrational geführten Debatte um die Schuld an den vermeintlichen zivilen Opfern des Luftangriffs auf die von Taliban entführten Tanklastzüge bei Kunduz kaum zu erwarten...
Quelle: Bild.de
| | | Kommentar von devcarne( devcarne berkley.com ), 01.09.2010 13:50:50: stratosphere temperature time africa |
Kommentar von clarestaga( clarestagatto rutgers.edu ), 13.08.2010 07:48:49: range warmer 1800s volcanic |
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Soldat erliegt seinen Verletzungen
Zitat Dpa. am 06.10.2009, um 08:27:21 Uhr | | | 6.Oktober 2009
Bundeswehrsoldat stirbt an Attentats-Spätfolgen
Berlin (dpa) - Ein 24 Jahre alter Bundeswehrsoldat ist an den Spätfolgen eines Selbstmordanschlags in Afghanistan gestorben. Der Mann sei bereits bei einem Attentat am 6. August 2008 verletzt worden und nun gestorben, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Montag in Berlin. Der 24-Jährige war Fallschirmjäger. Bei dem Anschlag wurden damals insgesamt drei Soldaten verwundet, zwei davon schwer. Der Tod des Soldaten zeige, dass der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan sehr gefährlich sei, sagte der Sprecher. Bei dem Anschlag nahe Kundus hatte ein Selbstmordattentäter mit einem Motorrad eine Absperrung durchbrochen und sich in die Luft gesprengt. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich damals zu dem Attentat. Die beiden schwerverwundeten Soldaten erlitten Verbrennungen, Knochenbrüche und schweren Lungenschädigungen durch die Sprengstoffexplosion. Sie gehörten zur Luftlandebrigade 26 im Saarland und wurden später im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz behandelt. dpa/sir
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Gefechte bei Kundus
Autor: Presse- und Informationsstab BMVg am 17.09.2009, um 05:18:49 Uhr | | | Gefechte bei Kunduz: Acht Verwundete
Berlin/Kunduz, 16.09.2009, Stand: 13 Uhr.
Am 16. September, gegen 9.35 Uhr afghanischer Ortszeit (7 Uhr MESZ), wurden Sicherungskräfte circa zwölf Kilometer südlich des Provincial Reconstruction Teams (PRT) Kunduz von einer unbekannten Anzahl Aufständischer (Opposing Militant Forces, OMF) mit Handwaffen und Panzerabwehrhandwaffen beschossen.
Die deutschen Kräfte erwiderten das Feuer. Nach einem circa 40-minütigem Feuergefecht haben sich die deutschen Kräfte dann vom Feind gelöst. Weitere Verstärkung aus dem PRT Kunduz wurden eingesetzt.
Um 11.42 Uhr afghanischer Ortszeit (9.12 Uhr MESZ) kam es im gleichen Raum zu einem weiteren, circa einstündigen Feuergefecht mit OMF, da die deutschen Kräfte nachgesetzt hatten. Zur Unterstützung wurde Close Air Support (CAS) angefordert, war vor Ort und wurde durch „Show of Force“ mit Überflug und Einsatz von Flares eingesetzt.
Nach vorliegenden Informationen wurde bei den Kampfhandlungen ein deutscher Soldat schwer verwundet. Eine medizinische Evakuierung (MedEvac) wurde für diesen Soldaten angefordert, er befindet sich derzeit zur Behandlung in Mazar-e Sharif.
Darüber hinaus wurden sieben weitere deutsche Soldaten leicht verwundet. Ein Transportpanzer Fuchs wurde durch einen Panzerfausttreffer beschädigt.
Die eingesetzten deutschen Kräfte verlegten nach Ende des Gefechts wieder ins PRT. Ob es zu Verlusten auf Seiten der OMF kam ist unbekannt. Weitere Einzelheiten sind derzeit nicht bekannt.
| | | Kommentar von diamontina( diamontinabecke ucla.edu ), 25.05.2010 14:00:37: societies president extinctions running issue impact beginning |
Kommentar von kapriciago( kapriciagold berkley.com ), 06.05.2010 03:49:51: brightness gas mitigation figure details |
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